Entwicklung

In Zeiten politischer Unruhe gründete unser Verein im Februar 2000 in Haiti ein Waisenhaus für 10 Kinder.

Am 12. Januar 2010 wurde der Süden Haitis von einem Erdbeben verwüstet, bei dem mehrere Hunderttausend Menschen starben. Noch im Januar konnte unser Verein nach zahlreichen Hilfezusagen den Entschluss fassen, bei uns im Norden von Haiti ein weiteres Waisenhaus für betroffene Kinder aus dem Erdbebengebiet aufzubauen. Im Februar 2010 haben wir zahlreiche Kinder aus Port au Prince aufgenommen.

unbenannt-2972Abb.: Ausflug unserer Kinder zum Strand. Die Familien vieler unserer Kinder starben beim Erdbeben am 12. Januar 2010. Sie sind nun „Kinder in Haiti“. Wir helfen, ihr Trauma zu bewältigen und in Haiti eine Perspektive ohne Hunger und Elend zu haben.

Seit August 2011 leben all unsere Kinder und unsere Mitarbeiterinnen gemeinsam in einem neu angemieteten, großen Haus mit einem eingefriedeten, schönen Gelände, Spielanlagen und einer selbständigen Wasser- und Stromversorgung.

Im Laufe der ersten Jahre haben wir mehrere Mitarbeiterinnen auswechseln müssen. Mme Silotte ist nun seit über 12 Jahren Leiterin im Kinderheim. Viele Aufgaben sind aber mittlerweile von den großen Jugendlichen übernommen worden, die sie nun neben der Schule erledigen. Für aufgenommene Kleinkinder werden bis zur Vollendung ihres ersten Lebensjahres ausschließlich für sie zuständige Mitarbeiterinnen mit Zeitverträgen eingestellt.


Seit Eröffnung unserer Einrichtung in Haiti werden unsere Kinder rundum versorgt. Tagsüber gehen sie zu öffentlichen Schulen und Kindergärten. Francilie, unser ältester Junge, assistiert neben der Schule nach Sonnenuntergang dem Wachmann bei der Sicherung des Geländes. Francilie war vor drei Jahren mit einer akuten Gehirnentzündung von unserer Heimleiterin bei einem Eingriff und im anschließenden Aufenthalt in einer Spezialklinik in der Hauptstadt begleitet worden. Seit zwei Jahren ist er wieder vollständig genesen.

Seit mehreren Jahren werden Kinderheime in Haiti von den Behörden kontrolliert. Seither wurden auf Anweisung der Sozialbehörde mehrere Waisenhäuser in Cap Haitien geschlossen. Bei ihren Kontrollen unserer Einrichtung wurde der für uns selbstverständliche Standard immer gelobt. Die Behördenvertreter fragten an, ob wir Waisenkinder von geschlossenen Einrichtungen aufnehmen könnten. Auch die Polizeibehörde fragte des öfteren, ob sie Kinder, die sie hilflos ohne familiäre Bezüge in der Stadt aufgefunden hatten, zu uns bringen dürften. Inzwischen haben wir immer wieder akut Kinder aufgenommen. Viele dieser Kinder konnten wir nach längerem Aufenthalt bei uns in Familien oder andere Einrichtungen vermitteln. Mehrere von ihnen leben noch heute bei uns und werden bis zur Verselbständigung bei uns bleiben.

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