Entwicklung in Haiti

Aktualiserte Lageeinschätzung des Auswärtigen Amtes

Seit Anfang 2000 hat es sich Kinder in Haiti zur Aufgabe gemacht, Waisenkindern in Haiti einen nachhaltigen Ausstieg aus Hunger und Elend zu ermöglichen. Die Geschichte Haitis zeigt, warum sich der Staat nicht genug um diejenigen Kinder kümmern kann, die ihre Angehörigen verloren haben:

1492 entdeckte Columbus die Insel Hispaniola im Karibischen Meer. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte wurden die indianischen Ureinwohner (Arawaks) fast gänzlich ausgerottet. 1697 gab Spanien den westlichen Teil der Insel (das heutige Haiti/Ayiti) an Frankreich ab. Es blühte zur reichsten Kolonie Frankreichs auf. Im östlichen Teil der Insel liegt die Dominikanische Republik.

Haiti und seine Nachbarn (Google) – Haiti und die Dom. Republik sind zwei Staaten auf der Insel Hispaniola

Unser Kinderheim in Cap Haitien (Google)
Die meisten Haitianer sind Nachkommen afrikanischer Sklaven, die einst zur Arbeit auf den Plantagen gezwungen wurden.
Sklaven Transport (Wikipedia)

Ende des 18. Jahrhunderts kam es in Haiti zum Aufstand der Sklaven. Am 1. Januar 1804 riefen die Sklaven die Republik Haiti aus. Erfolglos trachtete Napoleon das Land zurück zu erobern.

Aufstand der Sklaven auf Hispaniola (Wikipedia)

Misswirtschaft, Diktatoren, Drogenkartelle, Korruption und Naturkatastrophen hielten Haiti seither fest im Griff der untersten Gruppe der ärmsten und ungebildetsten Länder der Welt. Haiti verlor sich im Voodoo.

Die einst paradiesische Landschaft Haitis wurde durch Rodung und Verkauf von Holz über weite Landstriche in eine kahle Landschaft verwandelt. Hier und in den riesigen Elendsvierteln der Städte leben noch heute die meisten Menschen in extremer Armut und leiden unter Hunger. Kindern, die hier ohne den Schutz der Familie aufwachsen, geht es besonders schlimm. Viele von ihnen sind traumatisiert. In keinem anderen Land der Welt sterben mehr Kinder als in Haiti.  Vgl. Wikipedia.

Um ein friedliche Miteinander zu fördern zeigen UNO Blauhelmsoldaten Präsenz.

Aktuelle Meldung des Auswärtigen Amtes am 23.01.2016:

„Unmittelbar nach der heute erfolgten Absage der für den 24. Januar geplanten zweiten Runde der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen ist es zu schweren Ausschreitungen in Port-au-Prince und in der Provinz mit Toten und Verletzten gekommen. Die Lage ist derzeit unübersichtlich. Die Unruhen dauern weiter an, ihre Organisatoren haben eine Fortsetzung bis 26. Januar angekündigt. Das Auswärtige Amt rät daher, Reisen nach Haiti bis zu einer Beruhigung der Lage zurückzustellen. Bereits in Haiti befindlichen Reisenden wird besondere Vorsicht empfohlen und dringend angeraten, die lokale Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen sowie jede Art von Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden. Den Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden.  Aufgrund möglicher Demonstrationen und Straßensperren in der Provinz, auch unangemeldet und mit Gewalteinsatz, wird von Überlandfahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. Leihwagen dringend abgeraten. Insbesondere sollten Reisen in das Landesinnere über die Nationalstraßen 1 und 2 vermieden werden.“

 Kinder in Haiti e.V. bei der UN-Friedensmission Konferenz im Department Haiti Nord kurz nach dem Erdbeben

Nach dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 haben wir spontan zusätzlich mehr als 20 kleine und größere Waisenkinder aus dem Krisengebiet aufgenommen. Wir haben die Verantwortung übernommen ihre Familien zu finden oder langfristig dafür zu sorgen, dass sie in Haiti durch Schul- und Ausbildung später ein selbständiges Leben ohne Hunger und Armut führen können.

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